Shikō Munakata zählt zweifellos zu den Giganten der Sosaku-Hanga-Kunst. Bereits 1920 war er als Künstler tätig und entwickelte sich im Laufe seiner Karriere stetig weiter. Ursprünglich faszinierte ihn die Ölmalerei. Doch tiefgreifend beeinflusst vom Holzschnittkünstler Kawakami Sumio, verlagerte sich sein künstlerischer Schwerpunkt, und er begann mit der Holzschnitzerei. Ein weiterer Künstler, der ihn beeinflusste, war Hiratsuka Un'ichi.
Weitere Einflüsse waren die Volkskunstbewegung von Yanagi Sietsu und der Buddhismus. Ab den 1950er Jahren erlangte er internationale Anerkennung und gewann zahlreiche Preise. Er litt unter Sehschwäche und war am Ende seines Lebens fast blind. Sein Werk ist stark expressionistisch geprägt. Seine Schnitztechnik war einzigartig: Mit schnellen Schnitten bearbeitete er einen Holzblock in seinem unnachahmlichen Stil; manchmal fügte er seinem Schwarz-Weiß-Abdruck des Holzblocks Farbtupfer hinzu. Er schuf auch Gemälde, die ebenfalls sofort erkennbar sind.