Lois Johnson, geboren 1936 in Australien, studierte an der Universität Sydney und an der Honolulu Academy of Arts. Einer ihrer Lehrer war Yoshisuke Funasaka (geb. 1939), der für seine Kompositionen (sowohl abstrakte als auch figurative) mit Zitronen oder Reihen mehrfarbiger vertikaler Streifen bekannt ist.
1980 hatte sie eine Einzelausstellung in Honolulu, und in den darauffolgenden Jahren nahm sie an zahlreichen Gruppenausstellungen, vorwiegend in Japan, teil. 1994 beteiligte sie sich erstmals an der renommierten 39. CWAJ-Druckgrafikausstellung (College Women’s Association of Japan); bei der 50. CWAJ-Ausstellung 2005 wurde ihr Beitrag „Iris“ gezeigt. Dies war bereits das siebte Mal, dass ihre Arbeiten dort angenommen wurden – ein bemerkenswerter Erfolg.
Ihre Arbeiten zeichnen sich durch kräftige Linien aus, die meist mit starker Blindprägung kombiniert werden. Der Effekt dieser Blindprägung lässt sich beim Scannen nur schwer wiedergeben, daher wurden, wo immer es angebracht ist, Detailaufnahmen hinzugefügt.
Lois Johnson wurde als Australierin in Papua-Neuguinea geboren und wuchs dort auf. Sie studierte in Australien und schloss ihr Studium an der Universität Sydney mit einem Hauptfach in Anthropologie ab. Nach ihrem Abschluss kehrte sie nach Papua-Neuguinea zurück, um im Bereich der Frauenförderung zu arbeiten.
Die Liebe zum Zeichnen, insbesondere zum Aktzeichnen, war schon immer zentral für ihr künstlerisches Schaffen. Nach ihrer Heirat in Papua-Neuguinea illustrierte sie eine Reihe von Lehrbüchern für Englisch als Zweitsprache, die von ihrem Mann verfasst wurden. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich Illustration, unter anderem an dem wegweisenden Werk „Oceania, the Native Cultures of Australia and the Pacific Islands“ von Douglas Oliver, das im Verlag der University of Hawai'i Press erschien.
1972 zog die Familie von Papua-Neuguinea nach Hawaii. Sie studierte Malerei und Druckgrafik an der Honolulu Academy of Arts. Ihr Lithografielehrer, James Koga, weckte ihr Interesse an der Druckgrafik.
Nach dem Umzug der Familie nach Japan im Jahr 1986 begann Lois bei Funasaka Yoshisuke die japanische Holzschnitttechnik zu erlernen. Sie fand diese Technik faszinierend, da sie den Grafiker von der Notwendigkeit einer mechanischen Presse befreite. In gewisser Weise handelt es sich um eine „Technik des einfachen Mannes“, da sie allein auf dem Druck der Hand und dem „Baren“ (Polierstift) beruht, um den Druck zu erzeugen.
Lois empfindet Funasaka Sensei als inspirierenden Lehrer, der Künstler dazu ermutigt, die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Technik zu erkunden. Er schränkt keine Ideen ein und erwartet nicht, dass man dem Meister blind folgt – eine typische Befürchtung westlicher Künstler, die mit östlichen Lehrern arbeiten. Sie experimentiert weiterhin, erforscht Neues und genießt die Freiheit des Mediums.