Jōichi Hoshi wurde in der Präfektur Niigata geboren; seine Eltern zogen nach Taiwan, wo er die Pädagogische Hochschule Tainan absolvierte. Von 1932 bis 1946 war er als Lehrer in Taiwan tätig. Erst nach dem Krieg begann Hoshi, Druckgrafiken anzufertigen. Seine erste Ausstellung fand 1948 mit der Nihon Hanga Kyōkai statt. Etwas später schrieb sich Hoshi an der Musashino-Kunsthochschule für Bildende Künste im Fachbereich Ölmalerei ein und schloss sein Studium dort 1956 im Alter von 43 Jahren ab.
In den Jahren 1960, 1962 und 1964 war er auf der Biennale in Tokio vertreten, und 1967 in São Paulo.
Seine ersten Drucke waren eher abstrakte Darstellungen von Sternen und Sternbildern. Um 1970 vollzog er einen recht abrupten Stilwechsel. Das neue Sujet, dem sich Hoshi bis zu seinem Tod 1979 widmete, waren detaillierte Studien von Bäumen. Diese sind oft blattlos vor einem schlichten Hintergrund dargestellt und durch die Verwendung von Gold und Silber noch prachtvoller wirken.