Goyō Hashiguchis Talent wurde schon früh von seinem Vater erkannt, der ihn 1899 zum Studium der japanischen Malerei in Tokio ermutigte. Nach seinem Abschluss 1905 arbeitete Goyō zunächst als Buchgestalter und Illustrator, war aber enttäuscht über die mangelnde Anerkennung seiner Ölgemälde. Ab 1911 widmete er sich intensiv dem Studium des Ukiyo-e und entwarf 1915 seinen ersten Holzschnitt (Yuami – Badend) für Watanabe Shōzaburō. Obwohl Watanabe ihn gerne weiterhin für sich arbeiten lassen wollte, entschied sich Goyō für einen unabhängigen Weg und schuf von 1918 bis zu seinem frühen Tod 1921 insgesamt 13 Holzschnitte.
Leider eigneten sich nach seinem Tod seine Erben sein künstlerisches Erbe an, und der Markt wurde mit posthumen Abzügen und Nachdrucken überschwemmt. Originale Lebzeitexemplare seiner Werke sind selten und teuer.